Kaffee, Kuchen und elektronische Musik
Gegen den herkömmlichen Trend.

Kaffee, Kuchen und elektronische Musik

anuux on the hunt stellt euch nicht nur die heißesten queeren Spots und großartige Künstler*Innen vor, sondern macht sich auch stets auf die Suchen nach schrillen Veranstaltungen. Heute: CAKE&RAVE.

 


 

Wer denkt, dass Techno und Tanzvergnügen nur nachts in dunklen Clubs und für Leute zwischen 20 und 30 stattfinden, hat sich gewaltig geschnitten. Ellen Dosch-Roeingh und Jacky-Oh Weinhaus kreieren mit CAKE&RAVE eine Event-Reihe, die sich gegen den herkömmlichen Berliner Party-Puls stellt.

Kuchen statt Keta

Dass das Berliner Nachtleben aus einer geheimnisvollen Mischung aus Tanz, sagenumwobenen Clubs und Konsum unterschiedlichster Rauschmittel zu einer eigenen Form von Kunst geworden ist, machen sich die beiden Veranstalter*Innen zwar zunutze, drehen den Partyspieß aber ganz einfach um. Was sonst vorrangig nachts, im Osten der Stadt und zu Zeiten stattfindet, die den Biorhythmus eher schlauchen als beflügeln, wird zu CAKE&RAVE: Sonntag tagsüber, Charlottenburg, Musik, Kuchen und Sonnenschein – eigentlich.

Fête de la Wolkenbruch

Die dritte Ausgabe fand im Rahmen der Fête de la Musique statt. Was zunächst nach “Es fällt wortwörtlich ins Wasser” aussah, wurde zur bisher fettesten Ausgabe der beliebten Partyreihe. Ein saftiger Wolkenbruch flutete nicht nur die Straßen Berlins am späten Vormittag des 21.06.2026, sondern auch den Außenbereich des Spitz + Pfau, der Heimat-Location von CAKE&RAVE. Davon ließen sich weder die DJs vor Ort – Nat SuPrise, hi.gay, Jacky-Oh Weinhaus und Dr. Motte – bremsen, noch die zahlreichen Gäst*Innen, die zwischen 12:00 und 20:00 Uhr die Knesebeckstraße bevölkerten und zum Beben brachten. Egal ob Disco, House oder Techno. Die Musikauswahl bot für alle Anwesenden den richtigen Vibe.

Kaffee statt Koks

“Der Hunger und Durst nach Zusammenhalt in diesen wirtschaftlich und vor allem auch politisch unsteten Zeiten hat mich schon vor Jahren über eine Veranstaltung dieser Art nachdenken lassen. Wir möchten den Leuten, ungeachtet des Geschlechts, der sexuellen Identität, der Herkunft, des Alters, des Geldbeutels oder des Wohnortes, eine Sause bieten, die ihnen zeigt, dass wir alle zusammen gehören. Musik und Speisen waren schon immer kulturelle Errungenschaften, die die Kraft hatten, Menschen über das gesamte Erdenrund zu verbinden.”, so Weinhaus. “Bei uns stehen Musik, Austausch und Zusammengehörigkeit über Dingen wie Gästeliste oder Konsum. Lieber Kaffee statt Koks.”, sagt Dosch-Roeingh mit einem wonnenvollen Lächeln. Neben Kaffee wurden unterschiedliche Kaltgetränke, handgemachte Köstlichkeiten in vegan und nicht vegan, süß sowie herzhaft gereicht. Ein bezauberndes Team und ein kleines bisschen Glitzer und Chichi setzten dem Tanzkuchen noch die Sahnehaube auf.

Dr. Motte und Jacky-Oh Weinhaus im Spitz+Pfau, Heimatlocation von CAKE&RAVE. © Ellen Dosch-Roeingh

Die Mischung machts

Und hier liegt das Geheimnis hinter CAKE&RAVE. Mit einem bunten und internationalen Line-Up versuchen die beiden Veranstalter*Innen stets ein möglichst facettenreiches Event auf die Highheels zu stellen. Dr. Motte bringt alteingesessene Techno-Liebhaber*innen mit sich, Jacky-Oh Weinhaus hat die queere Connection und wechselnde Gast-Künstler*innen wie Daza und Nina van d’Or bieten mitunter FLINTA*-Energie. “Mit einer digitalen Fotopräsentation von Christian Vagt in der vorausgegangenen Ausgabe konnten wir den geneigten Gäst*innen einen Einblick in die queere Party- und Clubgesellschaft Berlins der letzten 30 Jahre bieten.” verrät Ellen, Veranstalterin und Superbrain hinter Rave The Planet. “Und um etwas Kampfgeist für ein schöneres und bunteres Morgen zu garantieren, gibt es unter anderem Infostände der TfD - Travestie für Deutschland oder eben auch anuux!” fügt Jacky hinzu. “So wird Tanz mit Aktivismus, einem guten Bauchgefühl und sauberem Analsex zu einer bisher nicht dagewesenen Mischung!”

What’s next?

Zukünftig sind z.B. eine Greek-, eine Beach- und eine Wein-Edition geplant. Für neue Termine einfach bei Instagram reinfolgen!
Berlin bietet eben unendlich viel. Vor allem mit Kaffe, Kuchen, elektronischer Musik – und noch mehr.

 


 

anuux über anuux – Gründer und Chef Marius Baumgärtel im Interview

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